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Geschichte der Sozialwissenschaften im Kalten Krieg: Aufstieg der Wissenschaften vom Sozialen im Kontext der antagonistischen Weltordnung - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Veranstaltungsnummer 192GES510001
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Belegung Diese Veranstaltung ist nicht belegpflichtig!
Sprache deutsch
Termine Gruppe: iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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Mi. 14:00 bis 16:00 woch 16.10.2019 bis 29.01.2020  Gebäude T - HS 25     60
Gruppe :
 


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Zugeordnete Person Zuständigkeit
Link, Fabian, Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Geschichte
Inhalt
Kurzkommentar

Wissenschafts- und Technikgeschichte

Kommentar

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Geschichte der Sozialwissenschaften im Kalten Krieg. Unter Sozialwissenschaften werden dabei empirische Sozialforschung, Soziologie, Sozialphilosophie, Sozialpsychologie, Sozialanthropologie, Humangeografie und Ökonomie verstanden. Im Zentrum der Vorlesung steht die These, dass der Aufstieg der Wissenschaften vom Sozialen mit der antagonistischen Weltordnung im Kalten Krieg inhärent verbunden war, die durch die demokratische Mission des Westens, insbesondere der Vereinigten Staaten, den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas, die kybernetisch informierte Planung und Steuerung von Verkehrsinfrastruktur, Wohnungsbau und Bildungspolitik, die Dekolonisierung und die Anfänge einer globalen Marktwirtschaft sowie die zunehmende Technisierung der Gesellschaft charakterisiert war. Geografisch werden sowohl die Staaten des Westens als auch diejenigen des „Ostblocks” in den Blick genommen, wobei ein Augenmerk auf die Funktion sozialwissenschaftlichen Wissens im Kontext der Dekolonisierung der „Dritten Welt” gelegt wird. Dabei wird insbesondere die Rolle von sozialwissenschaftlichen Experten als Politikberater, die Förderpolitik von philanthropischen Stiftungen wie der Rockefeller und der Ford Foundation in Bezug auf sozialwissenschaftliche Forschung, aber auch die staatliche Förderpolitik, etwa der Sowjetunion und Westdeutschlands, sowie die Frage behandelt, inwiefern Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler in den militärisch-industriellen Komplex involviert waren, der für die Wissenschaften im Kalten Krieg so kennzeichnend war.

Literatur

Backhouse, Roger E./Fontaine, Philipp (Hrsg.): History of the Social Sciences since 1945. Cambridge 2010.

Brückweh, Kerstin et al. (Hrsg.): Engineering Society: The Role of the Human and Social Sciences in Modern Societies, 1880-1989. Houndmills 2012.

Cohen-Cole, Jamie: The Open Mind: Cold War Politics and the Sciences of Human Nature. Chicago/London 2014.

Erickson, Paul et al.: How Reason Almost Lost Its Mind: The Strange Career of Cold War Rationality. Chicago/London 2013.

Gilman, Nils: Mandarins of the Future: Modernization Theory in Cold War America. Baltimore/London 2003.

Greiner, Bernd/Müller, Tim B./Weber, Claudia (Hrsg.): Macht und Geist im Kalten Krieg (Studien zum Kalten Krieg, Bd. 5). Hamburg 2011.

Haney, David Paul: The Americanization of Social Science: Intellectuals and Public Responsibility in the Postwar United States. Philadelphia 2008.

Heyck, Hunter: Age of System: Understanding the Development of Modern Social Science. Baltimore 2015.

Klingemann, Carsten: Soziologie und Politik. Sozialwissenschaftliches Expertenwissen im Dritten Reich und in der frühen westdeutschen Nachkriegszeit. Wiesbaden 2009.

Isaac, Joel: Working Knowledge: Making the Human Sciences from Parsons to Kuhn. Cambridge, Mass./London 2012.

Müller, Tim. B.: Krieger und Gelehrte. Herbert Marcuse und die Denksysteme im Kalten Krieg. Hamburg 2010.

Reinecke, Christiane/Mergel, Thomas (Hrsg.): Das Soziale ordnen. Sozialwissenschaften und gesellschaftliche Ungleichheit im 20. Jahrhundert (Eigene und fremde Welten. Repräsentationen sozialer Ordnung im Wandel, Bd. 27). Frankfurt/New York 2012.

Porter, Theodore M./Ross, Dorothy (Hrsg.): The Cambridge History of Science. Bd. 7: The Modern Social Sciences. Cambridge 2008.

Solovey, Mark: Shaky Foundations: The Politics-Patronage-Social Science Nexus in Cold War America. New Brunswick, NJ/London 2013.

Solovey, Mark/Cravens, Hamilton (Hrsg.): Cold War Social Science: Knowledge Production, Liberal Democracy, and Human Nature. New York 2012.

Weischer, Christoph: Das Unternehmen ‚Empirische Sozialforschung‘. Strukturen, Praktiken und Leitbilder der Sozialforschung in der Bundesrepublik Deutschland (Ordnungssysteme, Bd. 14). München 2004.

Zielgruppe

Hauptstudium LA GHR; LA Gym; BA; MA Ed (Gym, GHR); MA Hist.; ZFM;

Module: P4, P8, W1-W17, MGE1-3, MGE 6+7, MEd II, ZFM WTG 1-3


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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2019/20 , Aktuelles Semester: SoSe 2020

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